27.07.2018 – Totale Mondfinsternis

Meine Beobachtung der totalen Mondfinsternis am 27.07.2018 startete ich am Feldrand damit ich möglichst freie Sicht hatte. Nach 3 Jahren des Wartens war es heute also nun wieder soweit und ich beobachtete ab ungefähr 21:10 Uhr den Horizont in Richtung Südosten. Der visuelle Start verzögerte sich aber denn der Horiont war leider sehr diesig am heutigen Abend. Wähend des Wartens kam aber keine Langeweile auf da noch weitere Interessenten am Feldrand zu treffen waren und man sich die Zeit mit Unterhaltungen sehr positiv gestaltete. Zudem war auch der Himmel in alle anderen Richtungen interessant mit den Farben des Sonnenunterganges im Rücken und anschließend der zunehmenden Dämmerung wo zunehmend auch Venus und Jupiter auftauchten. Zu sehen gab es also genug.

Zum ersten Mal zeigte sich der Mond tatäschlich erst um 22:05 Uhr als er bereits eine Höhe von 5° hatte und ohne Frage schon mitten in der Totalität war. Visuell war nur eine ganz leichte Aufhellung zu erahnen, die Aufnahmen mit der Kamera bestätigten dann aber den Verdacht, dass es wirklich der verfinsterte Mond war. Für das Auge war es hier noch kein wirklicher Genuss, aber immerhin konnte man das Objekt auf das man heute Abend gucken wollte nun auch wahrnehmen. Die Sichtbedingungen wurden aber nur langsam besser aber ich bin mir sicher, dass man bei klarem Himmel den Mond häte vom Anfang an sehen können. Pünktlich zur maximalen Verfinsterung (~22:21 Uhr) war dann auch visuell ein schöner kupferroter Mond zu erkennen welcher auf den Fotos natürlich noch viel schöner und farbintensiver aussah. Er war nun also endlich am oberen Rand des diesigen Horizonts angekommen. Da sonst keinerlei Wolken in der Nähe waren, konnte der Abend mit der Mondfinsternis nun richtig beginnen. Um ziemlich genau 22:31 Uhr kam dann auch endlich der rote Mars hinzu, der sich zuvor noch hinter einem Baum versteckt hatte. Die beiden zusammen sahen wirklich toll aus und hatten eine sehr ähnlich Farbe – einfach nur wunderschön und etwas einmaliges gesehen auf meine gesamten Finsternisse die ich bisher beobachten konnte.

Und dann kam auch pünktlich um 22:33 Uhr die ISS angeflogen und ein paar der Mitbeobachter sahen sie zum ersten Mal. Am Ende des Überfluges gelang mir dann dank Weitwinkel wirklich das Bild mit der ISS, dem verfinsterten Mond und dem Mars – dazu die tollen Dämmerungsfarben. Eines meiner Lieblingsfotos des wunderschönen Abends mit der totalen Mondfinsternis. Während des ISS Überfluges war auch ein Iridium Flare unweit der ISS zu sehen.

Bis 22:43 Uhr beobachtete ich den Mond noch vom Feld aus. Dann ging es aber nach Hause um auch mit den Teleskopen ein paar Aufnahmen zu machen. Ich versuchte es zunächst mit dem Mak 127/1500mm, erinnerte mich aber dann das es mit dem gar nicht so einfach werden würde. Denn der Mond war nicht hell genug, um ihn auf dem Kameradisplay zu sehen. Nach etwas Ausprobiererei und der Hilfe von Jupiter, klappte es um 23:15 Uhr dann erstmals das der Mond halbwegs im Fokus und vor allem ganz auf dem Foto war. Es war nämlich doch ganz schön wenig Platz zwischen den Rändern des Fotos und dem vollen Mond. Ich machte dann in unregelmäßigen Abständen auch ein paar Fotos von der wieder zunehmenden Phase, konzentrierte mich aber mehr das Ganze vor dem Ende der Totalität mal visuell richtig zu genießen. Dazu kam noch das Wetterleuchten eines Gewitters über Belgien, was mich kurz verwirrt hatte. Ein Blick in die Wetterapp half dann aber.

Pünktlich gegen Mitternacht wechselte ich dann aber nach drinnen und genoss den Mond mit Mars über dem Garten, schön zwischen den Bäumen. Pünktlich zum Ende der partiellen Finsternis beendete ich dann auch meine Beobachtung.

 

 

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